Die Blumenwiese erkunden

Arbeitsblätter zum Erforschen der Pflanzen und Tiere der Blumenwiesen im Schulumfeld.

Bunten Blumenwiese

Ziel der Methode

Die Kinder wissen was eine Blumenwiese ausmacht und lernen Tiere und Blumen kennen.

Worum geht es

Echte Blumenwiesen sind schon etwas selten geworden. Sie strotzen meist vor vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt. Damit die Kinder lernen, dass Blumenwiesen schützenswert sind, müssen Sie sie erforschen.

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Dazu gehören der Reichtum an unterschiedlichen Lebensräumen wie Gewässer, Wald oder alpiner Raum, aber auch die Artenvielfalt der Tiere, Pflanzen, Pilze oder Mikroorganismen. Biodiversität ist die Voraussetzung für eine gesunde und natürliche Entwicklung aller Lebewesen und Ökosysteme.

Eine Wildblumenwiese ist ein eindrucksvolles Beispiel für Biodiversität, denn sie ist voller Leben und Veränderung, Farben, Gerüche und Geräusche. Sie ist Lebensraum für 30-50 verschiedene Pflanzenarten und Anziehungspunkt für viele Tiere. Sie bietet ihnen neben Schutz vor Hitze und Trockenheit auch genügend Nahrungsangebot und Überwinterungsquartiere.

Kennzeichen der Wildblumenwiese

Die Wildblumenwiese wird wenig (1-2mal im Jahr), im Extremfall nicht gemäht. Wichtig dabei ist, dass die Pflanzen Zeit zum Aussamen bekommen. Abgemäht wird immer nur fleckenweise, damit die Tiere im verbleibenden Wiesenblumenstück Schutz finden, bis das Abgemähte nachgewachsen ist. Je nährstoffärmer der Boden ist, auf dem die Wiese wächst, umso bunter blüht sie.

Wildbienen brauchen Wildblumenwiesen

Mit fast 700 verschiedenen Wildbienenarten weist Österreich die höchste Bienendiversität aller mitteleuropäischen Staaten auf. Wildbienen sind auf eine artenreiches Lebensumfeld angewiesen. Allein Niederösterreich verzeichnet mit 608 vorkommenden Spezies mehr Bienenarten als ganz Deutschland, Tschechien oder Slowenien. Gründe dafür sind das Zusammentreffen zweier Klimazonen und die große Bandbreite an unterschiedlichen Höhenstufen von der Ebene bis ins Hochgebirge. Die Palette an Lebensraumtypen reicht vom Steppensee und extremen Trockenstandorten bis zu den hochalpinen Lebensräumen im Gletschervorfeld.

Beschreibung

Drucken Sie die Arbeitsblätter zur Pflanzen- und Tierwelt aus und lassen Sie sie von den SchülerInnen befüllen und bemalen. Entweder vorher oder nachher ist ein Besuch in den Schulagrten oder in eine Blumenwiese in der Nähe empfehlenswert.

Tipp für den Schulgarten

Wildblumenwiese anlegen: Selbst ein kleines Eck im Schulgarten, kann als Standort für Wildblumen und somit als Futter für Wildbienen dienen. Wenn es sich selbst überlassen und vom Mähen ausgespart wird, siedeln sich mit der Zeit Wildplfanzen und Wildkräuter an und bieten eine Lebensgrundlage für Insekten und Schmetterlinge. Sollte das Ansiedeln zu lange dauern, können Wildblumensamen (als fertige Samenmischungen erhältlich) angebaut werden. Wenn es aus Platzgründen nicht möglich ist, Lebensraum für Nützlinge und Wildbienen zu schaffen, kann eine selbstgebaute Insektennisthilfe eine gute Unterstützung für die Biodiversität im Schulgarten/Hof bieten.

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