Lebens­­mittel­rett­ung im Unterricht

Der 26. Mai ist der Tag der Lebensmittelrettung - machen Sie mit! Denn der Zusammenhang von Nahrung im Müll und Klimawandel, kann ein neuer, spannender und vor allem wachrüttelnder Input für den Unterricht sein.

Lebensmittel im Müll

Wußten Sie, dass...

  • Mehr als 1/3 aller Lebesmittel im Müll landen.
  • Rund 60 Prozent des vermeidbaren Lebensmittel-Abfalls in Österreich  im privaten Haushalt anfallen, rund 20 Prozent im „Außer-Haus-Verzehr“, also auch in der Schule und im Kindergarten und nur neun Prozent im Supermarkt und im Großhandel.
  • Wenn die Lebensmittelverschwendung ein Land wäre, wäre es der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasen, direkt nach den USA und China (FAO).

Wie stehen Treibhausgase und Essen im Müll in Verbindung?

Unsere Lebensmittel werden angebaut, geerntet, verarbeitet und transportiert. Unser Essen braucht Zeit, Ressourcen und Energie für Wachstum und Entwicklung.

Bis das Korn z.B. zum Brot wird stehen nicht nur ein Bauer und eine Bäckerin dazwischen. Viele Schritte in der Verarbeitung, viele Kilometer im Transport und viele Wege vom Brot zum Teller werden gemacht. All diese Prozesse verbrauchen Energie und setzen CO2 frei. Mit jedem Brot im Müll wird somit Energie vergeudet und vermeidbares Treibhausgas erzeugt.

Zirka 16 % der Treibhausgasemissionen unserer Ernährung in der EU sind auf die sinnlose Vergeudung von Essen zurückzuführen.

Weiters nimmt der Anbau, also die Produktion von Nahrung, Fläche in Anspruch, die somit besetzt ist und der Natur nicht anderweitig zur Verfügung steht.

Verbindung zum LEBENSmittel schafft Wertschätzung  

Ursachen für Lebensmittelverluste sind ein Luxusthema unserer Zeit. Wir haben (fast) alles in jeder Jahreszeit und jedem beliebigen Ort der Welt, zur Verfügung. Oftmals zu einem Preis, der uns nicht trifft, wenn die paar Euros im Restmüll landen.
Lernen SchülerInnen aber die Geschichte eines Lebensmittels kennen, erfahren sie selbst wie einkaufen, kochen, backen, am besten selbst anbauen funktioniert, dann ist auch der Umgang mit einem LEBENSmittel anders: nämlich kostbar. Dann wird auch Nahrung lebendig!

Für Kindergartenkinder und VolksschülerInnen ist die beliebte Kresse am Fensterbrett schon ein erster Zugang zur Wertschätzung von Essbarem.

Wird diese nicht gegossen, verdirbt sie. Die Verantwortung dafür tut Kindern gut und bringt nach erfolgter Fürsorge einen Erfolg, in diesem Fall ein Butterbrot mit Kresse!

Exkursionen zu Betrieben, z.B. in Form eines Wandertages stärken das Miteinander und bringen die Geschichten der heimischen Lebensmittel zu den SchülerInnen. Seminarbäuerinnen kommen sogar mit ihren Produkten und passenden Methoden zur Herkunft und Produktion vor Ort in die Schule.

Abgelaufen und lecker!

Auf der Packung eines Lebensmittels muss ein Ablaufdatum angegeben sein, das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Dieses ist ein Richtwert, kein „empfohlenes Wegwerfdatum“, denn es heißt ja “mindestens haltbar bis…‘ und nicht "tödlich ab". Das Wording im Englischen „Best before“ bringt auf den Punkt was das Mindesthaltbarkeitsdatum eigentlich meint.
Unsere Sinne sind hier die besten Kontrollore. Sehen, riechen und schmecken, ob das Produkt noch zum Verzehr tauglich ist, rettet Lebensmittel.

Aus Resten Köstlichkeiten zaubern!

Für den Sachunterricht und für das Lehrfach „Ernährung und Haushalt“ eignet sich das Thema „Lebensmittel-Reste“. Eine Reste-Challenge macht Spaß, fordert Kreativität und spornt die ganze Klasse an, Rezepte zu kreieren. Dazu eignen sich für die Größeren sehr gut Padlets, die online befüllt werden und allen beteiligten SchülerInnen zur Verfügung stehen.

Padlet Resteküche

Eine einfaches Anleitungsvideo zum Befüllen des Padlets für SchülerInnen finden Sie unter den Links.

Methode „Lebensmittel im Müll vor Augen geführt“

Um die Problematik besser greifbar zu machen, haben wir eine anschauliche Methode für den Unterricht für Sie. Diese Materialien machen Schülerinnen und Schüler auf den Wert von Lebensmitteln und die Folgen ihrer Verschwendung aufmerksam – und das Wichtigste: Sie zeigen, was wir dagegen tun können!

Hier geht's zur Methode Lebensmitel im Müll

Weitere

Methoden & Materialien

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