Tipps zum Veranstalten einer SCHATZSUCHE

Bewegung an der frischen Luft und eine richtig gute Zeit miteinander verbringen? Auf zur Schatzsuche! Die Spannung steigt, wenn es darum geht den Schatz zu finden. Dabei sind Teamgeist, Motorik und Kreativität gefragt.

schatzkarte
schatzkarte

Mit kreativen Ideen, einem achtsamen Umgang mit der Natur und ökologischen Materialien lässt sich eine Schatzsuche noch dazu nachhaltig gestalten!
Bevor die Schatzsuche beginnen kann, gibt es Einiges vorzubereiten.

Die Route

Der Wald, ein Park oder der eigene Garten sind die besten Plätze für eine Schatzsuche. Die Kombination von Natur und Bewegung ist gesund und bietet allerlei Möglichkeiten für eine sinnvolle Unterhaltung. In der Natur gilt: Wir sind hier Gast. Ein achtsamer Umgang beim Betreten der Schatzzone und Respekt anderen NutzerInnen gegenüber, sind die Basis für Spiele in der Natur.

  • Sind Kinder verschiedener Altersgruppen gemeinsam unterwegs, wird die Route an die Jüngsten angepasst.
  • Verkehrsarme, am besten verkehrsfreie, Routen wählen. Ist das nicht möglich, eine erwachsene Begleitperson organisieren.
  • Routen mit Schattenplätzen sind im Sommer willkommen!

Die Materialien

Stifte, Papier und Bindfaden zählen zur Grundausrüstung für die Schnitzeljagd. Mehr braucht es kaum. Auf Zetteln werden Hinweise und Aufgaben geschrieben, sodass die Kinder ihrem Schatz gemeinsam immer näher kommen. Mit den Bindfäden werden die Hinweise bei den einzelnen Stationen befestigt.

Bindfäden aus Bio-Baumwolle sind in Bezug auf Herstellung und Entsorgung die ökologische Wahl! Stellen sie sich vor, es blieben bei jeder Schatzsuche Plastikbänder an Bäumen, Sträuchern und Parkbänken hängen!

Tipp

Kündigen Sie zu Beginn Boni für Kinder an, die alle Bänder wieder mit zum Ausgangspunkt bringen und erklären Sie auch, warum das so wichtig ist. Dazu würde sich gut dieses Verrottungsquiz anbieten.

Die Ausrüstung

Je nach Witterung brauchen die Kinder wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk und Sonnenschutz in Form von Sonnencreme und Kappe. Wichtig ist auch eine Stofftasche zum Einsammeln der Bindfäden und Hinweiszetteln. Je nach Dauer der Schatzsuche ist eine Trinkflasche empfehlenswert.

Die Stationen

Auf dem Weg zum Schatz wird gemeinsam die Natur erkundet, denn Wissen über Pflanzen und Tiere lässt sich geschickt in die einzelnen Hinweise der Stationen verpacken. Zum Beispiel: „Den nächsten Hinweis findet ihr in der Nähe vom Kastanienbaum im Park.“ Oder „Der nächste Tipp ist mitten unter den Mageriten am Waldrand versteckt.“ Eine weitere Idee wäre als Aufgabe Bäume zu erkunden oder Blumen zu entdecken.

Und ganz wichtig: das Abenteuer liegt am Weg! Das bedeutet, jede Station braucht einen Hinweis, wohin der Weg führt. Ein zusätzliches Rätsel oder eine Aufgabe, die es zu erfüllen gilt, sind jedoch nur bei besonderen Stationen ratsam.  Empfehlenswert ist die Anzahl von 7 bis 10 Stationen, wobei 2 bis 3 davon zur „Kreativstation“ oder „Aktivstation“ werden.

Kreativstation

Mit Naturmaterialien lassen sich herrliche Mandalas legen, der Auftrag dazu könnte sein: „Legt mit nur 3 unterschiedlichen Materialien aus der Natur ein Waldbild, Blumenbild, oder ein Mandala.“ 10 Minuten Zeit dafür einplanen, dann kann es zur nächsten Station weitergehen.

Bewegungsstation

Um von der Anspannung ein bisschen runter zu kommen, bietet sich eine Bewegungsstation in der Mitte der Schatzsuche an. Die Aufgabe könnte lauten: Hüpft 10 mal wie ein Frosch, ein Hase und ein Reh und stolziert wie ein Storch über die Wiese (Wer sich jetzt überlegt, wie denn ein Reh hüpft - keine Sorge, den Kindern fällt dazu schon etwas ein).

Tipp

Weitere Ideen, Anleitungen, Quiz und Spielvorschläge finden sich hier.

Der rote Faden

Die Hinweise für die Findung des Schatzes, sollen klar und kurz beschrieben sein. Jeder Hinweis ist ein Teil des Weges zum Schatz und soll die Neugierde auf das nächste Ziel wecken. Die Hinweise sind somit wie eine Kette: Jeder ist wichtig und miteinander verknüpft. Blockbuchstaben erleichtern auch jungen SchatzsucherInnen das Lesen. Bei jeder Station darf ein Kind den Hinweis vorlesen. Klären Sie vorab, die Abwechslung bei den LeserInnen! Sind Kindergartenkinder mit dabei, dann helfen Zeichen und Bilder, die sie verstehen und erklären können.

Der Schatz

Der Schatz soll Freude machen und auch gut für unsere Umwelt sein.
Weg von Plastikfiguren, die rasch im Müll landen hin zu hochwertigen, einfachen Überraschungen. Wie wäre es mit einer Kühltasche voller selbstgemachtem Eis am Stiel? Wenn die Schatzsuche weiter weg von zu Hause statt findet, dann am besten die Truhe mit Muffins oder kleinen Gugelhupfen befüllen, die hohe Temperaturen besser vertragen. Am besten ohne Glasur, die schmelzen kann. Der Sommer bietet herrliches Obst, das sich wunderbar in Teig verpacken lässt! Oder Stifte aus hochwertigen Materialien machen lange Freude und holen das Abenteuer „Schatzsuche“ in der Erinnerung zurück an den Schreib-oder Maltisch. Das gleiche gilt für selbstgemachte knalligbunte Knetmasse oder Fingerfarben in kleinen Marmeladegläschen.
Bedenken Sie aber bitte, dass der Schatz ein zusätzliches Goodie ist, das eigentliche Geschenk ist das Abenteuer Schatzsuche!

Die Jause

Eine Schatzsuche macht hungrig und durstig und gemeinsam schmeckt es einfach am besten! Krüge mit Wasser, bestückt mit Sommerbeeren sehen hübsch aus und verleihen dem Wasser Aroma. Wasser trinken wird somit zum Genuß!
Gut vorzubereiten sind Weckerl, die nach Belieben und natürlich nach Saison selbst gefüllt werden. Die Zutaten dafür stehen am Tisch oder auf der Picknickdecke in kleinen Schalen bereit. Je bunter die Füllung, desto besser!

Tipp

Ideen dafür gibt es im Infoblatt Gesunde Jause.
 

Ein gutes Gelingen und ganz viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Umweltbildung!

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